Zwei Jahre

Jetzt ist unsere „Große“ schon 2 Jahre alt. Wir sind Anfang des Jahres endlich in unser Häuschen gezogen. Es gibt jeden Tag etwas zu Werkeln. Noch so viele „unfertige“ Stellen in Haus und Garten. Freunde wollen mich trösten „Es dauert Jahre, das ist normal.“ Das macht mir aber eher Bauchweh. So lange „im Chaos“ leben?
Nun liege ich wach während der Kleine in meinem Bauch ordentlich turnt und die Große endlich durchschläft. Immer wieder zumindest. Seit ein paar Wochen. Das ist sooo großartig! Und gerade rechtzeitig für mich. Ich empfinde meine zweite Schwangerschaft definitiv anstrengender als die erste. Mehr Übelkeit, mehr Kopfweh, größere Erschöpfung … seit ein paar Wochen ist das endlich besser geworden. Und mit etwas mehr Platz im Kopf kommen die Fragen: Wie die Geburt wohl diesmal wird? Schaffe ich das Wochenbett noch mal? Es wird andere Herausforderungen geben, welche? Und wie immer heißt es abwarten und selber erleben. Ich versuche geduldiger mit mir zu sein. Mir zu erlauben nicht alles gleich und heute fertig oder perfekt machen zu müssen. Das fällt mir sehr, sehr schwer. Aber ich muss (immer wieder) lernen Pausen zu machen. Die braucht mein Körper gerade jetzt. Mit einer wilden Räubertochter mitten in der „alleine mach!“-Phase und noch drei Monaten Bauchbewohner-Bauen. Da brauche ich noch einiges an Kraft. Ich habe Nikolaus-Post verschickt und somit mehr Luft jetzt vor den Feiertagen. Das ist gut. Über Silvester fahren wir an die Küste. Es wird Zeit. Darauf freue ich mich. Familien-Zeit. Das letzte mal so bewusst „zu dritt“. Im nächsten Jahr wird alles anders. Wie immer. Wie schön! Wie schade! Ich brauche eben Zeit um mich auf Veränderungen einzulassen.
Welche Veränderungen stehen für Dich nächstes Jahr an? Freust Du Dich drauf?

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