Was bisher geschah

Was bisher geschah


Moin! Ich bin Gesa Winger aus Elmshorn, mit Seefahrer-Vorfahren von der schönen Nordseeinsel Sylt. Ich helfe Frauen sich wieder mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen zu verbinden. Seit 2013 bin ich als Liedermacherin unterwegs und seit Anfang 2022 bin ich außerdem zertifizierte Atemkursleiterin und gebe Kurse zu Atem & Achtsamkeit. Hier auf meinem Blog und auf den sozialen Kanälen Instagram und Facebook informiere ich außerdem über den weiblichen Zyklus, ein gesundes Mindset und die Wichtigkeit der Selbstfürsorge, insbesondere für Mompreneurs.

Meine Philosophie
Ich denke, dass jede kleine positive Handlung sich am Ende summiert zu etwas Großem und Guten und möchte auch in anderen die Kraft wecken, auf ihr Herz zu hören und ihren eigenen Weg zu gehen. Denn, egal was du machst, die Hauptsache ist, DASS du was machst. Egal wie du dich entscheidest, die Hauptsache ist, DASS du dich entscheidest. Keine Angst, eine neue Entscheidung treffen kannst du jederzeit. Etwas anderes machen auch. Aber wenn du nicht raus gehst in die Welt, kannst du auch nicht die Dinge finden die dich glücklich machen. Außer du bist so ein Glückspilz, dass du schon lange weißt, was dich glücklich macht. Dann weiter so! Für alle anderen hier der Lieblingsspruch meines Opas:
„Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es“ Erich Kästner

Bereits als Jugendliche komponiere ich eigene Lieder an Gitarre und Klavier. Nach meinem Abitur 2003 und verschiedenen Praktika (Radiosender, Theater, Physiotherapie) komme ich zur Augenoptik. Mit abgeschlossener Ausbildung bin ich stolz, aber habe auch das Bedürfnis nach „mehr“. Da ich gern lerne, beschließe ich mein gesammeltes Wissen weiter zu nutzen und beginne 2007 mein Studium zum Bachelor of Science, Fachrichtung Augenoptik/Optometrie in Berlin.

Kaum in Berlin angekommen suche ich mir eine Band, um endlich auch in einer Gruppe Musik zu machen. Als Frontfrau der Funkband AIRTIME schnuppere ich erste Bühnenluft.
Das vorgeschriebene Praxissemester verbringe ich an der University of Bradford in England. Hier schreibe ich prompt englische Lieder und habe einen Auftritt Solo und mit Band im Love Apple. Das war aufregend und schön.

Ein Jahr später ist die Bachelor-Arbeit geschafft und das Zeugnis als Semesterbeste in meiner Tasche. Auch das erfüllt mich mit Stolz, doch immer noch ist da der Wunsch: „Ich will mehr!“
Ein paar Monate Auszeit geben mir den Raum für meine erste eigene CD. Ein bisschen da ist das erste Album unter Julian Hoffmanns musikalischer Leitung. Im Sommer 2011 läuft mir dann ein interessanter Job über den Weg: Produkt Managerin für Brillenfassungen. Allerdings in Süddeutschland. Innerhalb von drei Wochen geht es von Berlin nach München. Aber, was soll ich sagen? Süddeutschland ist schön, aber die Sehnsucht nach dem Norden, nach dem Meer, lässt mich nicht los. 


Als sich die Gelegenheit bietet nach Hamburg zu wechseln, packe ich meine Sachen. Einen Monat Übergangszeit nutze ich dazu meine zweite CD aufzunehmen. Das Album Vor mir die Welt finanziert sich zum Großteil über die Crowdfunding Plattform StartNext. Ein tolles Gefühl!
Zurück in der Heimat stelle ich mir mehr und mehr die Frage was ich mir für mein Leben wünsche. Mehr Kreativität. Mehr Selbstbestimmung. Und vor allem: mehr Musik! Und plötzlich ist es klar. Ich muss es versuchen. Jetzt oder nie! Einen Büro- oder Ladenjob kann ich immer wieder bekommen. Aber den Elan, den Mut und die Ungebundenheit für ein kreatives Leben als Musikerin? Die habe ich in diesem Augenblick!

Somit habe ich 2013 tatsächlich entschieden keine Brillen mehr zu bauen, sondern Lieder. Seit dem bin ich mit meiner Gitarre als Liedermacherin unterwegs. Text und Musik stammen dabei aus meiner eigenen Feder. Viel Deutsch, etwas Englisch und immer wieder meine Heimat am Meer. Es gibt grandios-tolle und verflucht-schwierige Momente, aber was auch passiert, ich kann sagen „Ich versuche es!“ 

Im Juli 2013 nehme ich mein drittes Album HOLLYWOOD auf, so richtig mit Band. Das ist mein bislang größtes Projekt, auch finanziell. Um so glücklicher bin ich, als es sich komplett über die Crowdfunding Plattform StartNext vorfinanziert, mit der Hilfe von 64 Unterstützern.

Die anschließende „Hollywood-Tour“ findet im Sommer 2014 mit kompletter Bandbesetzung statt. Was für ein Spaß! Die daraus resultierende LIVE-CD, ein Mitschnitt des Konzertes im Prinz Willy, Kiel, wird wieder erfolgreich über Startnext finanziert.

Weihnachten 2015 erscheint mein neues Album Frau Zucker geht baden. Was als Liedermacher-Duo-Projekt beginnt, verwandelt sich in ein Album mit Liedern geschrieben von mir, bereichert von vielen musikalischen Gästen. Auch dieses Album kann ich erfolgreich über Startnext, mit der Hilfe meiner Fans finanzieren.

Von meinem Künstlernamen Melody Found habe ich mich im Laufe der Zeit verabschiedet und steige als Gesa Winger nach einer zwei Kinder dauernden Pause 2020 wieder in die musikalische Selbstständigkeit ein. Auch wenn Corona alles verändert hat, kannst Du mich für Garten- oder Onlinekonzerte buchen, mit oder ohne persönliche Worte. Außerdem biete ich das Schreiben ganz persönlicher Lieder an. Das intensive Kennenlernen der Auftraggeber macht mir dabei ebenso viel Freude, wie die Entstehung des Liedes. Lasst uns besondere Momente gemeinsam feiern. 2022 oder auch 2023. Schreib mich einfach an.

Seit Anfang 2022 bin ich zertifizierte Atemkursleiterin und gebe achtsame Atemkurse, auch explizit für Frauen/Mamas. Wir hören und lesen so viel über Achtsamkeit und Atemübungen – warum überhaupt?
Wir unterscheiden zwei Hauptzustände des Körpers, die vom Nervensystem gesteuert werden: aktiviert und entspannt. Für die Aktivierung ist der Sympathikus zuständig, für die Entspannung der Parasympathikus.
Über den Sympathikus werden hauptsächlich leistungsfördernde Signale gegeben und der Parasympathikus ist für die erholungsfördernden Signale zuständig, wie die Verlangsamung der Atmung und Herzfrequenz, oder die Aktivierung der Verdauung.
Beide Zustände haben ihre Berechtigung, haben ihre eigene Aufgabe und sind im Alltag wichtig. Schwierig wird es, wenn es ein Ungleichgewicht hin zu Stress und Überlastung gibt. Dann ist es gut, Werkzeuge an der Hand zu haben, die dich in die Entspannung bringen.
Vielleicht denkst du, dass du doch gar nicht in die automatischen Abläufe deines Körpers eingreifen kannst, wie Herzschlag, Verdauung, Organfunktionen … oder? Eine Hintertür gibt es allerdings doch – und das ist dein Atem. Wenn du es schaffst den Parasympathikus durch langes, tiefes Atmen anzusteuern, bedeutet das Stressreduktion auf hormoneller Ebene. Es bedeutet so im Moment zu sein, dass die kreisenden Gedanken in deinem Kopf endlich Ruhe geben. Es bedeutet einen Raum für deine Gefühle und Bedürfnisse zu schaffen und zu halten. Es bedeutet, dass du ganz bei dir ankommen kannst. Zurück zu dir kommst.
Wie das geht, lernst du in meinen Mentoring & Atemkursen oder in einem persönlichen 1:1. Ich verbinde Achtsamkeits- und Atemübungen, Autogenes Training und Elemente aus der Gewaltfreien Kommunikation, Zykluswissen und das Erkennen von limitierenden Glaubenssätzen. Damit du Werkzeuge an der Hand hast, wenn das Leben einmal stürmisch ist.
Hier auf meinem Blog und auf den sozialen Kanälen Instagram und Facebook informiere ich außerdem über den weiblichen Zyklus, ein gesundes Mindset und die Wichtigkeit der Selbstfürsorge, insbesondere für Mompreneurs.
Schön, dass du da bist!
Liebe Grüße von Gesa

Neues Lied „Wo du warst“

Neues Lied „Wo du warst“

Sei dabei: „Wo du warst“ Lied-Premiere am Sonntag 12.12.2021 um 12 Uhr auf meinem YouTube-Kanal!

Ein Lied für die Menschen, die uns in unserem Leben begleitet, geliebt und in der Seele berührt haben. Ganz besonders denke ich dabei an meine Oma und meine Tante, von denen eine im stolzen Alter und eine viel zu früh gegangen ist. Aber eure Liebe, die werde ich für immer im Herzen tragen.
Habt noch eine schöne Adventszeit und zündet eine Kerze an für die Lieben Menschen im Himmel.
Liebe Grüße von Gesa

Pausen sind wichtig

Pausen sind wichtig

Es ist schon November. Mitte November. Und ich werde alt. Ich werde alt, weil ich immer häufiger sage „Boah, wie schnell die Zeit vergeht.“ oder „Du bist aber gewachsen.“ Das habe ich als Kind auch oft gehört. Von den „Alten“. Dass die Zeit knapp ist und noch so viel zu tun. Und nun stehe ich inmitten von To-Do-Listen und Plänen und merke, das Jahr ist fast um. Ich werde das unmöglich alles schaffen. Noch das Lied aufnehmen und den Adventskalender online stellen, noch die Fotos vom vergangenen Jahr sortieren und Fotobücher erstellen, noch die Fernsehbank selber bauen und den Wohnzimmerschrank ausmisten. Keine Chance. Oder? Vielleicht wenn ich früher aufstehe und später ins Bett gehe? Vielleicht wenn ich die Kinder nachmittags alleine spielen lasse und den Mann bitte sie ins Bett zu bringen? Vielleicht wenn ich einfach schneller arbeite und noch bessere To-Do-Listen ausarbeite? Puh, mir schwirrt der Kopf. Und eigentlich, wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich müde. Das Jahr war lang. Der Anfang hart mit Lockdown und den Kindern zuhause (Wie bekomme ich sie müde, wie oft muss ich das Spiel noch spielen und wie erkläre ich die ganze Situation überhaupt Kindgerecht?). Die Mitte war sommerlich-schön mit vielen Stunden im Garten (Wie baue ich ein Hochbeet, warum wächst das Unkraut so extrem schnell und wann ist der neue Weg endlich fertig?) und der Herbst fegt herab gefallene Blätter und Träume vor sich her, lässt kahle Äste zurück und das Gefühl wieder nicht genug geschafft zu haben. Nicht fertig zu sein. Ich bin müde, aber ich kann keine Pausen machen, denn die Wäsche ist noch nicht sortiert, die Küche sieht aus und die Mails will ich noch beantworten. Die Wollmäuse spielen fangen, die Rosen sind noch nicht winterfest und dieses Jahr werde ich wirklich rechtzeitig mit den Geschenken anfangen. Und dann erinnere ich mich, dass ich dann am meisten Kraft habe, wenn ich ausgeruht bin. Dass ich dann die besten Ideen habe, wenn ich entspannt bin und dass Dinge wie von selber passieren, wenn ich auf meinen Bauch höre. Und ich beschließe jetzt erst recht Pausen zu machen. Ich bringe meine Kinder in die Betreuung und trinke zuhause noch in Ruhe einen Kaffee bevor ich mich an den Rechner setze. Ich bitte meinen Mann heute mit den Kindern zum Sportkurs zu fahren. Ich frage meine Mama, ob sie am Wochenende vorbei kommt und mit den Kindern spielt. Und ich überlege welche der vielen Dinge auf der langen Liste mir am wichtigsten sind und was ich noch ein wenig schieben kann. Ich mache Platz. Ich mache Platz für mich und mein Bedürfnis nach Pause. Ich erlaube mir meine Liste so einzuschrumpfen, dass sie tatsächlich fertig werden kann. Trotz Pausen. Denn ich brauche jeden Tag Pausen, damit es mir gut geht, damit ich den Herausforderungen des Alltags gewachsen bin. Ich kann die Pausen nicht ins Unendliche schieben. Wie eine Pflanze Wasser braucht um zu blühen, eine Lampe Strom um zu strahlen, so brauche ich Pausen um bei mir zu sein. Und wenn ich für meine Bedürfnisse sorge, habe ich auch Kraft und Gelassenheit für meine Kinder. Ich glaube, nächstes Jahr ist auch noch Zeit und Pausen sind wichtig.

Wann hast du das letzte mal Pause gemacht?
Schreib mir gerne eine Nachricht auf Instagram oder über Kontakt.

REST and you will receive

REST and you will receive

Mir ging es lange Zeit so (und manchmal tut es das auch heute noch), dass ich das Gefühl habe mir keine Pause „erlauben“ zu können. Weil immer noch etwas gemacht werden „muss“ (das Wort „muss“ ist auch so eine Sache, aber darüber ein andermal mehr). Weil xyz noch nicht fertig ist. Und jetzt, ganz langsam, verstehe ich, wie unglaublich wichtig und wertvoll Pausen sind. Erholung. Runter kommen. Abschalten. Loslassen. Frei machen. Raus kommen. Die Seele baumeln lassen. All diese Phrasen, auf die ich lange Zeit mit Abwehr reagiert habe. Etwas „abzuarbeiten“ ist wichtiger als eine Pause. Etwas fertig zu machen. Etwas produktives zu tun. Etwas sinnvolles. Alles musste irgendwie Sinn machen, sonst war es Zeitverschwendung. Und wie produktiv ich war. Stunde um Stunde, Jahr für Jahr. Und wenn ich kein Projekt gemacht habe, habe ich mir eben Gedanken gemacht. Und den mentalen Stress kann man nicht mal anfassen. Den gibt es gar nicht richtig. Aber unser Körper – der merkt das alles genau. Reagiert darauf. Mit Hormonen, mit Programmen, Reaktionen. Das Adrenalin und später das Cortisol. Und alles, was ein hormonelles Ungleichgewicht nach sich zieht. Und weil es so schleichend ist, kommt es mir normal vor. Es ist normal, dass ich mich erschöpft fühle. Schlecht aus dem Bett komme. Starke PMS-Symptome habe und so schnell aus der Haut fahre. Das ist halt so. So bin ich eben. Bin ich das wirklich? Je mehr ich mich damit auseinander setze, desto mehr geht mir ein Licht auf. Was ich meinem Körper da eigentlich abverlangt habe und oftmals immer noch tue. Aber ich merke es jetzt besser. Ich fange an die Bremse zu ziehen. Meinen Körper zu beobachten. Wie geht es mir eigentlich? Wie fühle ich mich? Habe ich Energie oder bin ich müde? Und wenn ich mich gestresst fühle versuche ich tief zu atmen. Ein langsamer und tiefer Atem hat eine ganz beruhigende Wirkung auf den Körper. Wenn ich tief atme, kann ich nicht in Gefahr sein. Ich kann mich entspannen. Das tue ich beim Yoga und kann es auch immer mehr „mit nach Hause nehmen“. Ich beginne Stück für Stück auf meinen Körper zu hören. Die Signale die ich bekomme auch umzusetzen, zu übersetzen in Handlungen – in Atem und in Pausen. Dieser starke Wille, der Gedanke das und dies und jedes noch machen zu müssen – ich schaue ihn mir an – und lasse dann los. Was ist wirklich wichtig? Und was kann warten? Was kann sogar ganz gestrichen werden? Und ich merke, wenn ich Pause mache, loslasse, gedanklich und körperlich, dann kann die Idee, die Lösung zu mir kommen. Die Intuition traut sich mal anzuklopfen, die innere Stimme sagt hallo. Und aus dieser Entspannung kann noch viel mehr wundersames passieren. Eine unerwartete Rückzahlung, ein überraschendes Angebot oder ein von Herzen gemachtes Geschenk. Wenn wir Pausen machen, werden wir empfangen. 

Wann ist dir das letzte mal etwas wundersames passiert?
Schreib mir gerne eine Nachricht auf Instagram oder über Kontakt.

Sind wir vorbereitet?

Sind wir vorbereitet?

Es folgt Wut: Ich musste heute warten. Da lagen Zeitschriften aus, auch diese mit den vier roten Buchstaben. Dachte mir, guck doch mal, was die Leute so lesen. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Ich möchte heulen, schreien, kotzen vielleicht auch. Die Bitte von Fridays for Future als Enkel seinen Großeltern einen eindringlichen Brief zu schreiben, wird als fieser Enkeltrick auseinander genommen. Ja, vielleicht sollten die Enkel eigene Worte finden und nicht auf vorgegebene Textbausteine zurück greifen – aber die Botschaft bleibt doch die selbe. Ich möchte auf dieser Erde leben können. Und die Generationen nach uns auch. Es gibt nur eine Erde. Keinen Planeten B. Ich will auch nicht ins Weltall. Habe da gar keine Ambitionen. Es ist mir egal, wie alt jemand ist, der Herrn Laschet interessante Fragen stellt – es kommt mir auf die Antworten an. Es kann gut sein, dass die Autoindustrie sich komplett umkrempelt. Umkrempeln muss. Arbeitsplätze verloren gehen. Ich habe auch nicht die ultimative Lösung. Aber wenn es nicht jetzt geplant passiert, dann in absehbarer Zeit mit riesigem Knall. Weil das Wetter verrückt spielt. Weil Kraftstoff endlich ist. Weil – was auch immer. Und ja, verlorene Jobs sind richtig scheiße. Überschwemmungen, Hurrikanes und Dürreperioden auch. Ich finde die gelesenen Berichte sehr einseitig, sehr sensations-süchtig. Stimmungsmache, die keine Alternative, keine Aussicht bietet. Nur Hass. Nur dagegen. Nur alle andern machen alles falsch. Alles soll irgendwie so bleiben. Und selbst wenn wir alle das nun aussitzen, selber nichts verändern – es wird nichts bleiben wie es ist – das ist doch das große Problem! Die Welt/Natur wird sich um uns herum weiter und weiter verändern. Sind wir darauf vorbereitet oder nicht?!
Eure Gesa

„Möchtest du zu deinem Wasser eine Umarmung dazu?“

„Möchtest du zu deinem Wasser eine Umarmung dazu?“

„Möchtest du zu deinem Wasser eine Umarmung dazu?“ frage ich die Mama des Playdates meines Sohnes. Ich kenn sie noch nicht so lange, noch nicht so richtig. Trotzdem, so wie sie aussieht und spricht, sagt mein Bauchgefühl, dass das genau richtig ist. Sie guckt erst erstaunt, dann kommen ihr die Tränen und sie nickt. Wir halten uns lange und fest. Es ist nicht peinlich. Es ist nicht komisch. Es ist ehrlich und echt. Von Frau zu Frau. Von Mama zu Mama. Weil manche Tage einfach schwer sind. Blöd sind. Und eine Umarmung guttut.
Wann und wen hast du das letzte Mal so richtig fest umarmt?
Schreib mir gerne eine Nachricht auf Instagram oder über Kontakt.

Alles hat seine Zeit

Alles hat seine Zeit

Urlaub mit der Familie auf Sylt. Hier sind ein Teil meiner Wurzeln. Auf dieser Insel habe ich so viel Inspiration für meine Lieder gefunden. An großen Wendepunkten in meinem Leben konnte ich mich hierher zurück ziehen und wieder einen klaren Kopf bekommen. Oder meine Wunden heilen. Jetzt werde ich abends nicht von der Muse, sondern von meinen Kindern geküsst. Nachts schreibe ich keine Lieder, sondern werde von wühlenden Beinen geweckt. Und statt morgens auszuschlafen, kann ich nicht schnell genug das Frühstück auf den Tisch bringen. So hat alles seine Zeit.

Alle Menschen

Alle Menschen

Und hat jeder Mensch ein Impfangebot
dann ist unser Boot auf Kurs.
Die Eltern rufen „Kinder in Not!“
Ach, irgendwann sind sie groß.

Nach anderthalb Jahren haben wir doch Erfahrung,
die Einschränkungen merkt man kaum.
Was soll das heißen, ’nen Lüfter anschmeißen?
Und das noch in jedem Raum?

Wir müssen Maß halten, wir haben die Alten
doch so gut gestützt und geschützt.
So eine Pandemie, das bedeutet Verzicht
und jetzt ab in den Wechselunterricht.

Ist das Kunst oder kann das hier weg?
Und sind unsere Kinder nicht eigentlich Kunst?
Erfüllen sie wirklich den Zweck oder steh’n sie nur rum,
machen Lärm, kosten Geld, machen Dreck?

Oh, die Kinder, sie sind viel zu klein
um Mensch zu sein, um Mensch zu sein.
Oh, die Kinder, sie sind viel zu klein
um Mensch zu sein, um Mensch zu sein.

Woher ich das weiß? Na, guck doch in die Zeitung
Da steht es geschrieben und findet Verbreitung.
Die 10, 15 Millionen, was ist da schon zu holen?
Die sind viel zu klein um Mensch zu sein.

Ja, bleiben sie gesund und sagen sie
sind unsere Kinder nun Kunst oder nicht?
Dann lassen sie sich sicher streichen,
denn damit kann man nichts erreichen.

Sag mal sind Kinder Kunst und wenn ja,
gibt es da nicht einen Zuschuss?
Kann sich mal wer drum kümmern,
weil ich dringend in den Urlaub muss.

Unsere Kinder, sie sind noch so klein.
Lass uns ihnen zeigen, was es heißt Mensch zu sein.

Text: Gesa Winger

Hab Mut

Hab Mut

Moin Ihr Lieben,
von mir gibt es heute ein kleines Gedicht, dass ihr am besten im 6/8-Takt lest (mit 2 Schlägen Auftakt)

HAB MUT
Ich hab
Watte im Kopf, weiß wie
Schnee und sie fühlt sich so
an wie das Watt so ganz
weich und ganz sandig und
manchmal da sind meine
Füße auch schwarz nach dem
Gang in den Schlick wo das
Meer mir einst sang.

Ich hab
Ebbe im Bauch, doch sie
ruht sich nur aus, holt tief
Luft, macht kurz Platz für den
Wind und die Wolken, die
Möwen sie fliegen, ich
seh’ meine Hoffnung da
liegen, sie flog heute
auf und davon.

Ich hab
Stille im Herzen, es
lauscht auf die Tropfen, die
rauschen und fließen, die
Wellen genießen. Sie
lassen sich tragen, sie
stell’n keine Fragen, sie
sagen hab Mut und dann
steig in die Flut.

Lasst euch nicht unterkriegen und behaltet euren Mut und Humor.
Eure Gesa

P.S. Das Bild entstand 2013 für das Album Hollywood im Keitumer Watt auf Sylt.

Pause am Meer

Pause am Meer

Vier Tage nur für mich auf der Insel. Als Mama von zwei kleinen Kindern war das nach dem letzten Jahr eine lang herbei gesehnte Pause. Es gibt eine lange Liste an Alltäglichkeiten die ich alle zuhause lassen konnte (die warten da auch ganz geduldig auf mich…) um endlich mal wieder frei nach Schnauze durch den Tag zu gehen. Es ist GÖTTLICH! Es ist friedlich. Es ist selbstbestimmt. Ich bin sehr gern mit mir allein. War ich schon immer. Ich kann die Stille gut aushalten. Im Wechsel mit den (Menschen-)vollen Tagen. Ich weiß nicht, wie ich das letzte Jahr als allein lebender Single überstanden hätte. Es wäre am Anfang vielleicht schön und später beschissen gewesen. Als Mama fand ich es anstrengend. Pausenlos. Irgendwie auch einsam.
Die letzten Tage haben mich wieder mit mir in Verbindung gebracht. Schlaf. Gutes Essen (von meiner lieben Tante gekocht). Spaziergänge und das Drehen kleiner Filme. Das macht Spaß! Fühlt sich kreativ an. Erfüllt mich.
Ich sehe wieder besser wo ich stehe im Leben und wo ich hin will. Was ich sehr zu schätzen weiß und was mir eine Last ist. Ich hab aufgeräumt im Kopf und im Herz und zuhause geht es weiter. Raus mit den Kraft- und Platz-Fressern. Platz machen für das Wichtige, Erfüllende.
Wann warst du das letzte mal freiwillig allein und wo?
Liebe Grüße von Gesa